Diagnostik & psychologische Behandlung

Psychologische Diagnostik
Die Aufgaben der klinisch-psychologischen Diagnostik bestehen in der Beschreibung, Klassifikation, Erklärung, Prognose und Evaluation in Hinblick auf die Bereiche der klinischen Psychologie, sowie im Erstellen von psychologischen Stellungnahmen, Befunden und Gutachten. Der diagnostische Prozess geht dabei von psychologischen Modellen und Theorien aus und bedient sich verschiedener psychologischer Instrumente, wie z.B. Testverfahren, Interviews, apparative Verfahren usw. 

Klinische PsychologInnen orientieren sich sowohl an theoretisch fundierten und wissenschaftlich begründeten psychologischen Konzepten, als auch an der Klassifikation psychischer Störungen anhand international gebräuchlicher Klassifikationsschemata. 

In der gesundheitspsychologischen Diagnostik geht es einerseits um Einzelfalldiagnostik in Bezug auf individuelle Aspekte der Gesundheit, auf gesundheitsbezogenes Risikoverhalten, auf Stressverarbeitung, auf den Einfluss von Umweltfaktoren und auf Ressourcen. Andererseits geht es um den Einsatz von diagnostischen Verfahren in Gruppen, Organisationen und Systemen.

Psychologische Behandlung
Die klinisch-psychologische Behandlung bezieht sich auf die Aufgabengebiete der klinischen PsychologInnen und bedarf in der Regel einer vorausgehenden diagnostischen Klärung. Die Bandbreite der klinisch-psychologischen Interventionen reicht von der Behandlung einzelner Symptome bis zu komplexen Behandlungsprogrammen, die verschiedene Aspekte eines Störungsbildes erfassen. Wichtig sind dabei sowohl apparative Unterstützung (Biofeedback, computergestützte Trainings) und psychoedukative Ansätze (motivierende, unterstützende, übende Funktion), als auch der integrative Einsatz verschiedener psychologischer Interventionstechniken. 

Ein wesentlicher Teil sind auch notfallpsychologische Interventionen und die Akut-Betreuung nach extrem belastenden Lebensereignissen. Gesundheitspsychologische Maßnahmen beziehen sich auf die Tätigkeitsbereiche von GesundheitspsychologInnen und gehen ebenso im Normalfall von einer diagnostischen Klärung aus. Im Mittelpunkt der Maßnahmen steht die Prävention, wobei verschiedene Formen von Gesundheitstrainings, die auf psychoedukativen und motivationstheoretischen Ansätzen basieren, sowie der integrative Einsatz unterschiedlicher psychologischer Interventionsmethoden angewendet werden.

Psychologische Unterstützung ist hilfreich
  • bei Erziehungsfragen
  • bei wichtigen Veränderungen und in Lebenskrisen (Trennung/Scheidung, Geburt eines Kindes, Tod eines nahestehenden Menschen u.Ä.)
  • bei Schwierigkeiten in der Schule/bei der Arbeit (z.B. Schuleignung, Schulangst, Mobbing)
  • bei Lernschwierigkeiten/-störungen (Konzentrationsprobleme, Legasthenie, Dyskalkulie)
  • bei Stress und Burnout
  • bei Entwicklungsstörungen
  • bei Verhaltensstörungen, Störungen des Sozialverhaltens und emotionalen Störungen (z.B. aggressives Verhalten, Trennungsängste,       soziale Ängste, Eifersucht, ADHS)
  • bei Ängsten, Zwängen und Belastungsstörungen
  • bei affektiven Störungen (z.B. Depression, Manie)
Um psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen muss man weder krank, noch „verrückt“ sein. Psychologische Hilfestellungen können von Menschen in jedem Lebensalter in Anspruch genommen werden, um verschiedene Lebenskrisen, Entscheidungs- und Problemsituationen mit professioneller Unterstützung zu bewältigen und neue Lösungsstrategien zu erlernen.

Angebot von EHLESO Familienservice
Nach einer telefonischen Erstberatung können Sie ein Erstgespräch in unserem Institut vereinbaren. Danach findet die diagnostische Abklärung statt. Nach der Gutachtenerstellung kann bei EHLESO eine psychologische Behandlung in Anspruch genommen werden.

Bei Abklärungen in Bezug auf Legasthenie und Dyskalkulie ist es bei Bedarf auch möglich, dass Ihr Kind direkt in unserem Institut eine gezielte Förderung von professionellen TrainerInnen bekommt. 

Da es die Möglichkeit gibt, psychologische Hilfestellungen bei Kindern und Jugendlichen mit dem jeweiligen zuständigen Jugendamt zu verrechnen, wird ein Therapieplan erstellt, der gemeinsam mit einem Antrag beim Jugendamt eingereicht werden kann.

Verschwiegenheitspflicht
Es ist uns ein großes Anliegen darauf aufmerksam zu machen, dass PsychologInnen der absoluten Verschwiegenheitspflicht unterliegen. Alle Daten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben.

Dauer und Kosten
Die diagnostische Abklärung umfasst je nach Fragestellung 3 bis 6 Einheiten; zusätzlich fallen 2 bis 3 Einheiten für die Auswertung und Erstellung des Gutachtens an. Die Kosten für die diagnostische Abklärung sind selbst zu tragen.

Die Dauer der psychologischen Behandlung wird individuell vereinbart. Eine Einheit umfasst 50 Minuten. 

Für Erwachsene sind die Kosten der Behandlung selbst zu tragen. 
Kinder/Jugendliche: Bei Gewährung eines Kostenzuschusses von Seiten der öffentlichen Kinder- & Jugendhilfe fällt für die psychologische Behandlung ein reduzierter Selbstbehalt pro Behandlungseinheit an.

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